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KFF-Training · 4 Min. Lesezeit

Zahlenfolgen im MedAT: Format, Muster und Prüfreihenfolge

Bei Zahlenfolgen sind sieben Zahlen vorgegeben und die achte und neunte gesucht. Es kommen ausschließlich die vier Grundrechenarten vor, was die Suche systematisch machbar macht.

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Zahlenfolgen sind die dritte Aufgabengruppe des KFF-Teils und liegen am Testtag zwischen der Lern- und der Prüfphase von Gedächtnis und Merkfähigkeit. 10 Aufgaben in 15 Minuten ergeben rund 90 Sekunden pro Folge.

#Das Format

Vorgegeben sind sieben Zahlen, gesucht sind die achte und die neunte. Geantwortet wird über die Optionen A bis D, jeweils ein Zahlenpaar, dazu Option E, falls keines der Paare passt.

Wichtig für die Vorbereitung: Es kommen ausschließlich die vier Grundrechenarten vor. Quadratzahlen, Primzahlen oder Fibonacci-Muster gehören nicht zum Aufgabenformat. Die Schwierigkeit entsteht dadurch, dass Operationen abwechseln oder mehrere Teilreihen ineinander verschachtelt sind.

#Die Prüfreihenfolge

Arbeite jede Folge in derselben Reihenfolge durch. Diese Routine ist der eigentliche Trainingsinhalt, weil sie das planlose Probieren ersetzt.

#Schritt 1: Differenzen bilden

Notiere gedanklich die Differenzen benachbarter Zahlen. Sind sie konstant, bist du fertig.

Beispiel: 13, 11, 9, 7, 5, 3, 1. Die Differenz ist durchgehend minus 2, gesucht sind also -1 und -3.

#Schritt 2: Differenzen der Differenzen

Sind die Differenzen selbst regelmäßig, liegt eine Folge zweiter Ordnung vor.

Beispiel: 2, 3, 5, 8, 12, 17, 23. Die Differenzen lauten 1, 2, 3, 4, 5, 6, die nächsten sind 7 und 8. Gesucht sind 30 und 38.

#Schritt 3: Quotienten prüfen

Teile jede Zahl durch ihre Vorgängerin. Ein konstanter Faktor bedeutet eine geometrische Folge. Große Sprünge sind ein Hinweis, direkt hier einzusteigen.

#Schritt 4: Alternierende Operationen

Prüfe, ob sich zwei Rechenschritte abwechseln.

Beispiel: 4, 8, 5, 10, 7, 14, 11. Hier folgt auf mal 2 jeweils minus 3. Nach 11 kommt 11 mal 2, danach minus 3, gesucht sind 22 und 19.

#Schritt 5: Verschachtelte Teilreihen

Betrachte jede zweite Zahl getrennt. Oft laufen zwei unabhängige Reihen ineinander.

Beispiel: 3, 100, 6, 90, 12, 80, 24. Die ungeraden Positionen verdoppeln sich (3, 6, 12, 24), die geraden nehmen um 10 ab (100, 90, 80). Gesucht sind 70 und 48.

#Kombinierte Regeln

Häufig werden zwei Operationen zu einem Schritt verbunden, etwa mal 2 plus 1.

Beispiel: 3, 7, 15, 31, 63, 127, 255. Jede Zahl ist das Doppelte der vorherigen plus 1, gesucht sind 511 und 1023.

Solche Folgen erkennst du daran, dass die Differenzen selbst geometrisch wachsen, hier 4, 8, 16, 32, 64, 128.

#Drei Techniken, die Zeit sparen

Rückwärts kontrollieren. Hast du eine Regel gefunden, prüfe sie einmal von hinten nach vorne über alle sieben Zahlen. Dieser Zehn-Sekunden-Test verhindert die meisten Flüchtigkeitsfehler.

Antwortoptionen nutzen. Weil zwei Zahlen gesucht sind, kannst du deine Regel doppelt prüfen. Passt nur die achte Zahl zu einer Option, ist entweder deine Regel oder deine Rechnung falsch.

Vorzeichenwechsel deuten. Wenn Zahlen erst steigen und dann fallen, ist fast immer eine alternierende oder verschachtelte Struktur im Spiel. Dann lohnt der Sprung zu Schritt 4.

#Der eigentliche Schwierigkeitsfaktor

Nicht die Mathematik, sondern die Hypothesenbindung. Sobald du eine Regel vermutest, sucht das Gehirn Bestätigung statt Widerlegung. Wenn die fünfte Zahl nicht passt, wird sie umgedeutet, statt die Regel zu verwerfen.

Das Gegenmittel ist mechanisch: Prüfe jede Hypothese an allen sieben gegebenen Zahlen, bevor du die Lösung berechnest. Passt sie an einer Stelle nicht, ist die Hypothese erledigt.

#Wie viel Übung nötig ist

Die Prüfreihenfolge lässt sich in zehn Minuten lesen und braucht Hunderte von Aufgaben, bis sie automatisch läuft. Am Anfang prüfst du bewusst Schritt für Schritt, das kostet zwei Minuten pro Folge. Am Ende siehst du nach drei Zahlen, ob eine Differenz- oder eine Multiplikationsstruktur vorliegt, und bist in 40 Sekunden fertig. Dazwischen liegen etwa 800 bis 1.000 gelöste Zahlenfolgen.

WocheZielTagespensum
1Prüfreihenfolge bewusst anwenden20 Folgen ohne Zeitlimit
2Tempo aufbauen30 Folgen mit 120 Sekunden Limit
3Prüfungstempo40 Folgen mit 90 Sekunden Limit
4 und danachForm halten30 Folgen im Wechsel mit anderen Gruppen

Das sind rund 840 Folgen in vier Wochen, bei 30 bis 45 Minuten täglich. Zum Vergleich: Ein typisches Übungsbuch enthält 60 bis 100 Zahlenfolgen. Nach drei Trainingstagen wärst du durch.

#Warum wiederholte Aufgabensets hier besonders schaden

Eine Zahlenfolge, die du schon einmal gelöst hast, erkennst du an den ersten beiden Zahlen wieder. Du rechnest dann nicht, sondern erinnerst dich. Das Trainingsergebnis sieht gut aus, während die Analysegeschwindigkeit stehen bleibt. Genau deshalb ist ein fester Aufgabenpool bei diesem Untertest doppelt schädlich: Er ist schnell aufgebraucht, und was danach kommt, misst nur noch dein Gedächtnis.

CognitAT erzeugt jede Folge neu, mit anderen Startwerten, anderen Operationen und anderer Verschachtelungstiefe. Du kannst 40 Folgen am Tag kreuzen, ohne dass eine davon wiederkommt. Der Lösungsweg zeigt mit Pfeilen zwischen den Zahlen, welche Operation zwischen welchen Gliedern wirkt, sodass auch ein hohes Tempo Erkenntnisgewinn bringt.

Zahlenfolgen trainieren oder weiter zu Wortflüssigkeit.

#Quellen und Stand der Angaben

Aufgabenzahlen, Zeitlimits und Gewichtungen entsprechen den zuletzt durchgeführten Testjahren (Stand: August 2026). Verbindlich sind immer die offiziellen Angaben der Medizinischen Universitäten auf medizinstudieren.at. Prüfe dort insbesondere Anmeldefrist, Kostenbeitrag und Testtermin, bevor du deinen Lernplan festlegst.

Häufige Fragen

Wie sind Zahlenfolgen im MedAT aufgebaut?
Vorgegeben sind sieben Zahlen, gesucht sind die achte und die neunte. Zur Auswahl stehen vier Antwortpaare A bis D sowie Option E, falls keines davon zutrifft. Für 10 Aufgaben stehen 15 Minuten zur Verfügung, also etwa 90 Sekunden pro Aufgabe.
Welche Rechenarten kommen bei MedAT-Zahlenfolgen vor?
Ausschließlich die vier Grundrechenarten. Quadratzahlen, Primzahlen oder Fibonacci-Regeln sind nicht Teil des Aufgabenformats. Die Schwierigkeit entsteht durch abwechselnde Operationen und ineinander verschachtelte Teilreihen.
Braucht man für Zahlenfolgen besondere Mathekenntnisse?
Nein. Sicheres Kopfrechnen mit den Grundrechenarten reicht aus. Geprüft wird Mustererkennung, nicht Rechenkunst. Ein Taschenrechner ist nicht erlaubt.